Seit 2018 schreibe ich (fast) jeden Monat einen Text für das

Online-Magazin von Julia Onken. Schau doch mal dort hinein, wenn du Lust hast. 

 

Hier findest du jeweils den neuesten Artikel. (einfach hinunterscrollen, bis zu meinem Artikel)  

https://www.julia-onken.ch/d/online-magazin/

 

Und hier findest du alle Artikel seit 2018.

https://www.julia-onken.ch/d/magazinbeitraege/benita-batliner.php 

 

Es gibt aber nicht nur was zu lesen, sondern auch zwei vertonte Geschichten von mir. 

 

"Das Licht der Menschlichkeit"

https://www.youtube.com/watch?v=c6YCKIw96rA&t=6s

 

"Dreizehn Engel"

 https://www.youtube.com/watch?v=9rSPzUr-vmc&t=2s

 

 

Ich wünsche dir viel Freude beim Stöbern, Lesen und Hören.

 



Was soll ich tun, um wieder froh zu werden?

 

Zwei Frauen sassen am Waldrand beisammen, die eine jung, die andere alt und weise. 

„Die Sonne scheint“, sagte die junge Frau und blinzelte ins Licht, „aber mein Himmel hängt voller Wolken. In allen Schattierungen von Grau drücken sie auf meine Seele. Die Worte in mir hab ich verloren, vergraben im Schweigen meiner Traurigkeit. Wo sind sie hin, die frohen Tage? Wo hat mein Lächeln sich versteckt? Manchmal entwischt es mir nur beinahe und ich sehe es kurz aufleuchten. Dann ist es wieder weg.“

Sie wischte sich eine Träne von der Wange und schaute hilfesuchend zu der alten Frau, die schweigend ihr faltiges Gesicht vom Wind liebkosen liess.

„Sag mir, was soll ich tun, um wieder froh zu werden?“

Ein Lächeln umspielte die schmalen Lippen der alten Frau. Sie drehte langsam ihren Kopf und versenkte ihren Blick in die Augen der jungen Frau.

„Tue nichts, mein Kind. Sei still. Ziehe mit den Wolken und sieh die Schönheit im Grau. Schliesse deine Augen und wiege deine Seele im Wind deiner Liebe. Lass die Worte ruhen, bis sie von selbst wieder auftauchen wollen. Umarme deine Traurigkeit und würdige jeden Tag genauso wie den letzten und den nächsten. Danke. Danke noch einmal. Und danke immer wieder. Dann wird dein Lächeln bald wieder erblühen.“

 

 

So wie du bist

so bist du

ganz du

ganz

und ich

will dich berühren

behutsam

so wie du bist

(Benita Batliner)


Augen zu

ins Herz hin hören

tausend Gedanken stören

und dann bist du

und füllst den Raum

in mir

bin nur im Traum

bei dir

(Benita Batliner)


 

 

Ich war du

du warst ich

hieltst mich

umfangen

mit Krallenzangen

 

jetzt bin ich frei

mich zu bewegen

weg von dir

hin zu mir

(Benita Batliner)


 

 

Die Orte wo wir waren

der Wind singt leis' in meinen Haaren

du flüsterst den Refrain

ich liebe dich

durch Zeit und Leben

und manchmal reicht ein Augenblick

einander zu erlösen

im Sternenlicht

 

(Benita Batliner)


 

 

Wenn das Müssen schweigt

und das Sollen verstummt

wenn das Wollen sich legt

und das Sehnen vergeht

wenn das Ferne ins Nahe fliesst

sich das Morgen dem Gestern verschliesst

dann öffnest du dein Fenster weit

Zeit

(Benita Batliner)

 

 


Herbst

 

Ein Vogel zwitschert

die Katze nicht

der Herbst erstrahlt

in goldnem Licht

 

Füsse rascheln durch Blätter

die Katze wird fetter

Ich schau vom Balkon in die Ferne

hier sitze ich gerne

 

(Benita Batliner)


 

Wenn mich die Sehnsucht plagt

die Einsamkeit an meiner Freude nagt

kehre ich heim zu mir

ich schliesse meine Augen

atme

mich in die Stille ein

bis alle Wogen

zu einem Spiegel sich ertränken

tief unten

in der Geborgenheit

berühre ich mich

und lächle

 

(Benita Batliner)


 

Abschied

 

Einmal noch will ich sanft dein Herz berühren

einmal noch leise die Vernunft verführen

dass sie kurz schweige

und Liebe mir die Bilder zeige

die uns als Wunder kurz verband

dann löse ich langsam meine Hand

und lass dich fliegen

weit und hoch zu neuen Siegen

 

(Benita Batliner)


Komm Schmerz

verweile

ruh' dich ein wenig aus

zu lange liess ich dich 

im Regen stehen

Setz dich

Trink eine Tasse Tee mit mir

Dann streichle sanft ich

über deine klammen Hände

und wärme sie mit meiner Zärtlichkeit

sei du mein Freund

Zwillingsbruder

gemeinsam wollen wir den

Blick nun senken

in dunkle Seelentiefen

wo du mir Spiegel meiner Freude bist.

 

(Benita Batliner)


 

Es gibt nichts zu bedauern

alles war richtig

alles war wichtig

auf meinem Weg

hätte ich nicht erfahren

was ich durchgelebt

wer hätte mir sonst dieses Netz gewebt

das mich nun fest hält

in dieser Welt

das es mir ermöglicht

zu verstehen

in den Schuhen des Nächsten zu gehen

ihn zu umarmen

mit sehendem Herzen

 

(Benita Batliner)


Freiheit

 

Ich nehme mir die Freiheit

meine Grenzen zu wahren

gegen Menschen

die mir nicht wohl wollen

als strammes Nein

steh' ich vor ihnen

ich nehme mir die Freiheit

auch einmal laut zu sein

und launisch

wie die Jahreszeiten

wundervoll unvollkommen

kantig und bunt

nicht nur Fassade

auch Hintergrund

ich nehme mir die Freiheit

ich zu sein

(Benita Batliner)

Hier kannst du die vertonte Version hören.

https://www.youtube.com/watch?v=ZX7VJdjO9Og&t=7s


Sein

 

Durch das Blau des Himmels schweben

ins Grün sinken

mich im Rauschen des Windes auflösen

in der Sonne dösen

im Trommelwirbel der Stille tanzen

bis auf die Wipfel der Bäume

fallen in erwachende Träume

ein Lächeln im Bauch.

(Benita Batliner)

 


Mach dir die Welt weit

sei bereit

für neue Horizonte

reiss die Schubladen

aus den Schränken

und wirf sie aufs Feuer

der Liebe

Mach dir die Welt weit

sei bereit

dem Du die Hand zu reichen

pflücke das Leben jeden Tag

wie eine Blume

Mach dir die Welt weit

sei bereit

den Rost der Jahre abzukratzen

leg' neue Farben auf dein Herz

und strahle

Sei bereit

(Benita Batliner)

 


 

Du

zauberst mir tausend Lächeln

ins Gesicht

öffnest die Fenster

meiner Seele

reisst

die letzten Mauern ein

Du reichst mir deine Hände

ich lege mein Herz 

hinein.

 

(Benita Batliner)


Freude

 

Keine aufgesetzte Zipfelmütze

der tiefe See im Innern

gespeist aus der Quelle

der immerwährenden Liebe

kein Strohfeuer

sondern andauerndes Leuchten

Ausdruck der Liebe Gottes

das Lachen des Herzens

das Jubeln der Zellen

die Dankbarkeit der Seele

Ankommen im Sein

(Benita Batliner)


Die oben stehenden Gedichte dürfen gerne, aber nur mit Quellenangabe (Name der Autorin) anderweitig verwendet werden.

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Kommentare: 2
  • #1

    Karl (Donnerstag, 17 September 2020 08:13)

    Sehr schöne Gedichte mit Gefühl und Herz. Danke....

  • #2

    Hanna (Montag, 16 August 2021 11:32)

    Heute fand ich deine schönen Gedichte und die schönen Fotos dazu. Ich habe mir einige kopiert.