So wie du bist

so bist du

ganz du

ganz

und ich

will dich berühren

behutsam

so wie du bist

(Benita Batliner)


Augen zu

ins Herz hin hören

tausend Gedanken stören

und dann bist du

und füllst den Raum

in mir

bin nur im Traum

bei dir

(Benita Batliner)


 

 

Ich war du

du warst ich

hieltst mich

umfangen

mit Krallenzangen

 

jetzt bin ich frei

mich zu bewegen

weg von dir

hin zu mir

(Benita Batliner)


 

 

Die Orte wo wir waren

der Wind singt leis' in meinen Haaren

du flüsterst den Refrain

ich liebe dich

durch Zeit und Leben

und manchmal reicht ein Augenblick

einander zu erlösen

im Sternenlicht

 

(Benita Batliner)


 

 

Wenn das Müssen schweigt

und das Sollen verstummt

wenn das Wollen sich legt

und das Sehnen vergeht

wenn das Ferne ins Nahe fliesst

sich das Morgen dem Gestern verschliesst

dann öffnest du dein Fenster weit

Zeit

(Benita Batliner)

 

 


Herbst

 

Ein Vogel zwitschert

die Katze nicht

der Herbst erstrahlt

in goldnem Licht

 

Füsse rascheln durch Blätter

die Katze wird fetter

Ich schau vom Balkon in die Ferne

hier sitze ich gerne

 

(Benita Batliner)


 

Wenn mich die Sehnsucht plagt

die Einsamkeit an meiner Freude nagt

kehre ich heim zu mir

ich schliesse meine Augen

atme

mich in die Stille ein

bis alle Wogen

zu einem Spiegel sich ertränken

tief unten

in der Geborgenheit

berühre ich dich

und lächle

 

(Benita Batliner)


 

Abschied

 

Einmal noch will ich sanft dein Herz berühren

einmal noch leise die Vernunft verführen

dass sie kurz schweige

und Liebe mir die Bilder zeige

die uns als Wunder kurz verband

dann löse ich langsam meine Hand

und lass dich fliegen

weit und hoch zu neuen Siegen

 

(Benita Batliner)


Komm Schmerz

verweile

ruh' dich ein wenig aus

zu lange liess ich dich 

im Regen stehen

Setz dich

Trink eine Tasse Tee mit mir

Dann streichle sanft ich

über deine klammen Hände

und wärme sie mit meiner Zärtlichkeit

sei du mein Freund

Zwillingsbruder

gemeinsam wollen wir den

Blick nun senken

in dunkle Seelentiefen

wo du mir Spiegel meiner Freude bist.

 

(Benita Batliner)


 

Es gibt nichts zu bedauern

alles war richtig

alles war wichtig

auf meinem Weg

hatte ich nicht erfahren

was ich durchgelebt

wer hätte mir sonst dieses Netz gewebt

das mich nun fest hält

in dieser Welt

das es mir ermöglicht

zu verstehen

in den Schuhen des Nächsten zu gehen

ihn zu umarmen

mit sehendem Herzen

 

(Benita Batliner)


Freiheit

 

Ich nehme mir die Freiheit

meine Grenzen zu wahren

gegen Menschen

die mir nicht wohl wollen

als strammes Nein

steh ich vor ihnen

ich nehme mir die Freiheit

auch einmal laut zu sein

und launisch

wie die Jahreszeiten

wundervoll unvollkommen

kantig und bunt

nicht nur Fassade

auch Hintergrund

ich nehme mir die Freiheit

ich zu sein

(Benita Batliner)


Die oben stehenden Gedichte dürfen nur mit der schriftlichen Bewilligung der Autorin anderweitig veröffentlicht werden.

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