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Verantwortung

Verantwortung. Ein grosses Wort. Für mich hat es nicht mit Schuld zu tun, sondern mit den Antworten die wir finden, wenn wir uns ihr stellen. Ver-antwort-ung. Die Antwort liegt in der Mitte. Wenn wir aufhören, im Aussen nach "Schuldigen" zu suchen, wenn wir aufhören zu warten, bis die anderen etwas tun, die Politiker, die Nachbarn oder wer auch immer, wenn wir bereit sind, die Blickrichtung zu ändern und in unser Inneres zu schauen. Hinzuhören, was unsere innere Stimme uns sagen möchte. Wenn wir bereit sind, uns aus unserer Bequemlichkeit zu erheben, wenigstens ab und zu, und bereit sind, unseren Beitrag zu leisten an diese Welt und sei er noch so klein, dann werden wir die Antworten erhalten. In uns selbst. Und auch im Aussen. Dann wird uns eine Antwort zur nächsten führen, oft noch bevor wir überhaupt eine Frage dazu gestellt haben. Und wir werden feststellen, dass diese Antworten kleine Flammen der Freude in uns entzünden. Verantwortung heisst für mich auch, aus der Opferrolle heraus zu wachsen und sich bewusst zu werden, dass wir diese Welt mitgestalten können. Auch als Einzelne. Jede Einzelne zählt, denn viele Einzelne ergeben Viele. Verantwortung heisst, sich aufzurichten, Rückgrat zu zeigen, sich seine Macht zurück zu holen. Nicht mehr ohnmächtig zusehen, wie die Dinge verkehrt laufen und unsere schöne Welt zerstört wird, sondern zu wissen, dass wir, jede einzelne von uns, die Macht haben, etwas zu verändern. Und eine Veränderung kann nur bei sich selbst beginnen, indem wir es tun. Jetzt! Das kleine Bisschen, was uns im Moment möglich ist. Und dann den nächsten Schritt. Und dann den nächsten. Verantwortung übernehmen heisst nicht nur, die Antworten in sich selbst zu fühlen und viele Antworten auch im Aussen zu finden, sondern es heisst auch, der Welt, unseren Mitmenschen, den Tieren, der Natur, unserem Planeten unsere Antworten zu schenken. Antworten als Liebe in ihren verschiedenen Formen. Verantwortung ist Bereitschaft zu lieben.

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